Alternative zur dicken Zinkschicht | Galvano Hengelo

Alternative zur dicken Zinkschicht

Galvano Hengelo ist seit mehr als 20 Jahren Spezialist auf dem Gebiet der Galvanisierung von Industrieprodukten. Eine jüngste Entwicklung dieses Unternehmens von Hengelo ist die Verbesserung der Technologie, die vor zehn Jahren entwickelt wurde, um hydraulische Steuerblöcke mit einer Zink-Nickel-Schicht zu verzinken. Die Hohlräume sind ein Problem bei der galvanischen Vernickelung dieser sogenannten Verteiler. Das Unternehmen hat jetzt eine bessere Lösung dafür gefunden.

Ivo Willemsen, CEO von Galvano, spricht mit uns auf der TIV in Hardenberg. „Vor etwa zehn Jahren kam ein Zulieferer von Siemens und Vestas zu uns mit der Bitte, ihre hydraulischen Stahlsteuerblöcke (sogenannte Verteiler) für den Einsatz in Windenergieanlagen mit einer dicken Zinkschicht mit Chrompassivierung bereitzustellen. Hierbei handelt es sich um eine Oberflächenschicht auf Basis von Chrom-6, die zu diesem Zeitpunkt aufgrund ihrer toxischen Eigenschaften bereits verdächtig war. Wir haben dann Siemens und Vestas einen Gegenvorschlag unterbreitet, diesen durch eine Zink-Nickel-Schicht zu ersetzen. Galvano vermarktet dieses neue Korrosionsschutzsystem unter dem Namen Protalloy.

965/5000Galvanisches Zink-Nickel bietet auf Stahl einen sehr guten Korrosionsschutz. Anwendungen sollten vor allem in der Antriebstechnik (Hydraulik), im Maschinen- und Anlagenbau, in der Energietechnik, im Automobilbau usw. gesucht werden. Wo herkömmliche Zink / Zink-Eisen-Systeme und / oder chemische Nickelsysteme hinsichtlich der Korrosionsbeständigkeit nicht gut genug sind, kommt Protalloy beispielsweise unter Umständen mit ins Spiel hohe Feuchtigkeits- und Salzfracht und / oder Temperaturschwankungen. Die sogenannte Hochzink-Nickel-Legierung wird bei Bedarf weiß passiviert (Cr6-frei). in Kombination mit einem dünnen Decklack. Damit wird eine extrem hohe Korrosionsbeständigkeit von mindestens 1.000 Stunden Schutz gegen Bodenmetallkorrosion im neutralen Salzsprühtest bei einer Schichtdicke von mindestens 5 µ erreicht. Neben der hohen Schutzart bietet Protalloy den Vorteil, dass die Schicht die Schweißarbeiten am behandelten Produkt nicht beeinträchtigt und auch eine hervorragende Haftschicht für eine mögliche Lackschicht bildet.

Neun Schritte

Galvanisches Nickel-Nickel versieht den Verteiler in neun Schritten mit der gewünschten Zink-Nickel-Schicht. Das beginnt mit dem Entfetten und nach dem Beizen kann durch erneutes Entfetten und Aktivieren der Verzinkungsprozess beginnen. Der Nachteil des Verzinkens ist, dass Sie nur die Außenseite mit einer Schutzschicht versehen. Das Innere, die Hohlräume des Verteilers, werden mit dem Zink-Nickel nicht erreicht. Aufgrund des Verzinkungsprozesses werden diese Hohlräume jedoch aktiviert und korrodieren schnell ohne Schutz (sehr schnell, auch während des Verzinkungsprozesses). „Dafür haben wir etwas gefunden“, sagt Willemsen. „Wir entleeren aktiv die inneren Hohlräume während des Verzinkungsprozesses und haben die Chemie in der Linie so abgestimmt, dass die inneren Oberflächen ohne Korrosion aus dem Prozess austreten. Nach Schichtdickenmessung und Inneninspektion der Blöcke werden die Innenflächen zusätzlich mit einem Korrosionsschutzmittel konserviert.“

Patronen

946/5000″Dieser Prozess wird ständig verbessert. Die neueste Entwicklung ist, dass wir jetzt auch die im Verteiler installierten Patronen / Patronen mit einer Zink-Nickel-Schicht versehen können. Dies ist wichtig, da ein Verteiler bald Dutzende Patronen enthält und diese ohne Zink-Nickel immer noch eine Schwachstelle im Korrosionsschutz des gesamten Produkts darstellen würden. Bisher war es nicht möglich, diese Kartuschen mit einer Schutzschicht zu versehen, da die Kartuschen aufgrund der aufgebrachten Schichtdicke nicht mehr in den Verteiler passen. Dies hat sich nun geändert, da Galvano Hengelo nun auch aktive Teile während des Zink-Nickel-Prozesses teilweise schützen kann. Infolgedessen werden diese Teile auf dimensionskritischen Oberflächen nicht mit Zink-Nickel behandelt. Da diese formkritischen Oberflächen immer in dem Block montiert sind, in dem sie mit Öl umgeben sind, ist der Korrosionsschutz hier kein Problem.

Autor: Gerard ten Bulte
Quelle: vraagenaanbod.nl